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Die Wahl des Namens »Seiltanz« und das damit umschriebene Begriffsfeld möchten wir als Programm verstehen, das etwas über die publizistische Aufgabe verrät, der wir uns stellen. Unter allen möglichen Konnotationen sei vor allem an die Komposition »seiltanz« (1982) von Hans-Joachim Hespos erinnert, an jenes »szenische Abenteuer« also, das uns - obgleich vor bald drei Jahrzehnten entstanden - mit seinen extremen Anforderungen an Hörer wie Interpreten wie kaum ein anderes Werk die Möglichkeiten und Utopien zeitgenössischen Komponierens zu charakterisieren scheint. Die von Hespos thematisierte Situation des permanenten Wandelns auf dem schmalen Grat zwischen Scheitern und Gelingen erscheint uns daher auch trefflich als Motto geeignet, um damit auf die Schwierigkeit des Schreibens über eben diese oder andere Musik und die damit verknüpften ästhetischen wie kompositorischen Problemstellungen aufmerksam zu machen: Denn sich schriftlich über Musik zu äußern ist gleichfalls ein ständiger Balanceakt, der im Idealfall dem verbal gefassten Klangereignis gerecht werden sollte, ohne dabei das Verhältnis kritischer Distanz zu ihm aufzugeben – mit dem Ergebnis, dass die Musik durch die verbale Auseinandersetzung mit ihr bereichert wird.






Neu im Oktober 2017:





  • Vegetatives Wuchern. Michael Hirsch im Gespräch mit Christoph Reimann

  • Peter Motzkus: »Die gewählte Tonsprache richtet sich bei mir oft nach der Ära, in der das Erzählte spielt.« Helmut Krausser als Komponist

  • Stefan Pohlit: Kurtág – Beckett: Pitch Organization in Opus 30b

  • Mathias Hansen: Friedrich Goldmanns Sinfonie 1

  • Stefan Drees: Vom Außermusikalischen. Eine Kolumne






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