home

archiv

bestellung

impressum

mediadaten








Die Wahl des Namens »Seiltanz« und das damit umschriebene Begriffsfeld möchten wir als Programm verstehen, das etwas über die publizistische Aufgabe verrät, der wir uns stellen. Unter allen möglichen Konnotationen sei vor allem an die Komposition »seiltanz« (1982) von Hans-Joachim Hespos erinnert, an jenes »szenische Abenteuer« also, das uns - obgleich vor bald drei Jahrzehnten entstanden - mit seinen extremen Anforderungen an Hörer wie Interpreten wie kaum ein anderes Werk die Möglichkeiten und Utopien zeitgenössischen Komponierens zu charakterisieren scheint. Die von Hespos thematisierte Situation des permanenten Wandelns auf dem schmalen Grat zwischen Scheitern und Gelingen erscheint uns daher auch trefflich als Motto geeignet, um damit auf die Schwierigkeit des Schreibens über eben diese oder andere Musik und die damit verknüpften ästhetischen wie kompositorischen Problemstellungen aufmerksam zu machen: Denn sich schriftlich über Musik zu äußern ist gleichfalls ein ständiger Balanceakt, der im Idealfall dem verbal gefassten Klangereignis gerecht werden sollte, ohne dabei das Verhältnis kritischer Distanz zu ihm aufzugeben – mit dem Ergebnis, dass die Musik durch die verbale Auseinandersetzung mit ihr bereichert wird.






Neu im Oktober 2014:





  • Editorial

  • Komponistinnen im Dialog (I):Karin Haußmann im Gespräch mit Oliver Schulz

  • Leonie Reineke: Die Björk’sche Juxtaposition. Überlegungen zu dialektischen Konzepten des Albums Biophilia

  • Komponistinnen im Dialog (II): Elena Mendoza im Gespräch mit Tom Verbeke

  • Stefan Drees: Ästhetik der Abwesenheit. Vom Verschwinden des Körpers aus dem Musiktheater

  • Komponistinnen im Dialog (III): Sarah Nemtsov im Gespräch mit Svenja Weirather

  • Florian Käune: Konzept und Kontext. Kommentare zu Johannes Kreidlers Sätzen über musikalische Konzeptkunst

  • Vielfalt der Stimmen. Die Vokalistin Frauke Aulbert im Gespräch mit Stefan Drees

  • Kai Paschen: »Finger wech von die Currywurss!« Ein paar steile Thesen zur Hochkultur im Ruhrgebiet






Zum Bestellformular